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Inhalt gleich Inhalt ?

Aus diesem Grund ist es an der Zeit, zu den Einzelbereichen ausführlich Stellung zu nehmen. Um schlüssige Antworten geben zu können, ist es wichtig, dass der Grundbegriff Deklaration erklärt wird.

Der Gesetzgeber verlangt konkrete Angaben über das Futtermittelgesetz und die Futtermittelverordnung – beides Bestandteile des Lebensmittelgesetzes – zur Information der Verbraucher.

Heimtiernahrung darf nur in den Verkehr gebracht werden, wenn auf der Verpackung angegeben sind:

1. Die Bezeichnung, der Verwendungszweck.

Aus der Bezeichnung muß hervorgehen, ob die Heimtiernahrung als Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel bestimmt ist und für welche Tierart es verwendet werden soll.

2. Die Zusammensetzung und die Inhaltsstoffe.

a) Zusammensetzung.

Sie hat in vorgegebenen Oberbegriffen, wie z. B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse etc. zu erfolgen. Die besondere Hervorhebung, wie z. B. Fleisch einer bestimmten Tiergattung – Rind, Geflügel – oder Leber bei tierischen Nebenerzeugnissen und Haferflocken bei pflanzlichen Nebenerzeugnissen wird damit ausgeschlossen.

b) Inhaltsstoffe

 Mit prozentualen Angaben und in absteigender Form entsprechend ihren Anteilen müssen die Inhaltsstoffe – Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Feuchtigkeit – auf der Verpackung ablesbar sein. Die Inhaltstoffe sind entweder bezogen auf die Füllmenge (Frischsubstanz) bei Naßfutter oder auf die Trockensubstanz (TS) bei Trockenfuttermitteln.

3. Die Zusatzstoffe.

Der Begriff Zusatzstoffe wurde 1974 in das Lebensmittelgesetz eingeführt und löste den verständlicheren Begriff „Fremdstoff“ ab. Zusatzstoffe sollen dem Verbraucher verdeutlichen, mit welchen Zusätzen ein Produkt aufgewertet, farblich verändert und haltbar gemacht wurde, um nur einiges zu nennen.

4. Die Mengenangabe.

Das Nettogewicht wird in Milliliter (ml) oder in Gramm (g) angegeben.

5. Die Haltbarkeit.

Bei der Tiernahrung muß auf der Verpackung das Mindesthaltbarkeitsdatum wie folgt ablesbar sein: „mindestens haltbar bis … (Monat und Jahr)“.

6. Die Bezugsnummer der Partie

7. Der Name und die Anschrift des für das Inverkehrbringen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft Verantwortlichen.

Der Wert einer Heimtiernahrung hängt hauptsächlich von ihrem Gehalt an Nährstoffen ab, die der Körper verwerten kann, welche auch Rohnährstoffe genannt werden.

Diese geforderten Grundwerte sind zu definieren.

Die Mengenangaben für den Gehalt an Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche beziehen sich wie ausgeführt entweder auf die Frischsubstanz oder auf die Trockensubstanz. Trockensubstanz ist der Gehalt aller Energieund Nährstoffe, die außer ihrem Gehalt an Wasser bzw. Feuchtigkeit in der Tiernahrung enthalten sind.

Um dies zu verdeutlichen: 100g Rindfleisch, reines Muskelfleisch ohne Fett, hat eine Trockensubstanz von 27% (Bei 100g Frischsubstanz bedeutet dies nun 27g Trockensubstanz). Es ist aber wichtig, zu wissen, dass die Deklaration von Rohprotein (im Rohprotein wird der Gehalt an Eiweiß erfaßt) sämtliche Nahrungsbestandteile umfaßt.

Denn nicht nur im Fleisch, sondern auch in Innereien, Fetten, Getreidesorten und Gemüse sind Rohproteine (Eiweiße) enthalten.

Prof. Dr. H. Meyer vom Institut für Tierernährung der tierärztlichen Hochschule in Hannover hat in seinem 1983 erschienenen Standardwerk „Ernährung des Hundes“ – bis heute das umfangreichste und detaillierteste Fachbuch für Hundeernährung – eindrücklich nachgewiesen, dass der Sammelbegriff Rohprotein als Wert an sich keinen umfassenden Aufschluß über den Energie- und Nährwert zuläßt, da die Verdaulichkeit des Rohproteins differenzierter zu betrachten ist.