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Die Plagen des Sommers

Vorsorge
Hund: „Sag mir, wo die Zecken sind?“
Schmetterling: „Sie sind sicherlich vor dem Bio-Pend geflüchtet!“

 
Sommerzeit ist Insektenzeit. Besonders jetzt kommt es häufig vor, dass Haustiere wie Hunde und Katzen gestochen oder gebissen werden. Egal wo sie sich im Sommer im Freien auch aufhalten, überall fliegen ganze Heerscharen von lästigen Insekten herum. So haben gerade Vierbeiner vom Frühsommer bis zum Spätherbst mit einer Invasion sechs- und achtbeiniger Plagegeister zu kämpfen.


Text: Bärbel Jost

Mücken, Wespen, Bienen und Hornissen setzen mit ihren Stichen den Vierbeinern gewaltig zu. Grundsätzlich gilt: Allein das Gift einer Biene, Wespe oder sogar einer Hornisse bringt keinen gesunden Hund um. Trotzdem sind Insektenstiche für Vierbeiner sehr schmerzhaft und verursachen Schwellungen und Juckreiz. Stiche in den Hals-Rachen-Raum sind lebensbedrohlich und können bei den Tieren zu Atemnot führen. Deshalb ist in diesen Fällen der Gang zum Tierarzt zwingend notwendig.

Schnelle Hilfe für Hund und Katze


Ansonsten können Stiche gut mit Hausmitteln behandelt werden. Wenn möglich, wird als Erstes der Stachel entfernt. Dann lindert das Kühlen der Einstichstelle den Juckreiz und verhindert übermäßiges Anschwellen. Hilfe bietet direkt am Wegesrand der Spitz- oder Breitwegerich. Einige Blätter werden zwischen den Handflächen so lange gerollt und gequetscht, bis etwas Saft austritt. Die Blätter werden dann auf den Stich gelegt. Das Aucubin im Wegerich wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend.

Erste Hilfe können auch Knoblauch und Zwiebel bieten. Aber nur äußerlich!!! Angeschnitten auf den Stich gepresst wirken sie lindernd. Weiterhin können Apfelessig, Zitronensaft, Quark oder Gurkenscheiben angewendet werden. Gegen Bienen- und Wespenstiche hat sich auch essigsaure Tonerde bewährt. Im Falle eines Insektenstiches ist es auf jeden Fall ratsam, die Einstichstelle in den nächsten Tagen zu beobachten. Denn durch vermehrte Kratzaktivitäten des Tieres kann sich die Einstichstelle entzünden. Nach 2-3 Tagen sollte die Schwellung merklich kleiner geworden sein.

Die Vampire aus dem Unterholz


Aber auch Zeckenbisse sind gerade im Sommer keine Seltenheit. Die kleinen Vampire warten gut versteckt an Gräsern und Büschen geduldig auf ihre Opfer, egal ob Mensch oder Tier, und lassen sich durch Abstreifen unbemerkt an der Hose, den Beinen oder im Fell mitnehmen.

Mit ihrem Biss können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen wie die Babesiose oder die Borreliose, an der jedes Jahr rund 100.000 Menschen und auch viele Tiere erkranken. Gerade bei Hunden und Katzen ist die Früherkennung von Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden, schwierig, da die beim Menschen erkennbare Wanderröte um die Einstichstelle herum bei Hunden und Katzen oft nicht vorhanden oder wegen der stark pigmentierten Haut und des Felles nicht sichtbar ist. Nach jedem Spaziergang sollte der Hund auf Zecken abgesucht werden, genauso wie Katzen, wenn sie von ihrem Freigang zurückkommen. Wandernde Zecken können mit einem Flohkamm ausgekämmt werden. Haben sie aber bereits zugebissen, sollten die Quälgeister zügig mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange entfernt werden. Es empfiehlt sich, die Zecke komplett herauszuziehen, damit nicht Kopfreste der Zecke zurückbleiben und Entzündungen verursachen. Es sollte beim Entfernen kein Druck auf die Zecke ausgeübt werden und auch kein Öl oder Klebstoff auf den Körper des Parasiten gegeben werden, da sich dann die Infektionsgefahr erhöht.

Doch damit es erst gar nicht zu einem Zeckenbefall kommt, sollten alle Tiere vor dem Spaziergang oder Freigang mit einem sogenannten Spot-On-Präperat behandelt werden. Natürliche, repellierende und hochwertige ätherische Wirkstoff-Kombinationen, frei von gefährlichen synthetischen Zusätzen haben sich zur äußerlichen Anwendung besonders bewährt.

Auch ist die Prophylaxe gegen Zecken durch das Wirkungsspektrum des bioenergetisch informierten Halsbandanhängers hervorragend.

                              
Zecken sollten zügig mit Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden          
Nach jedem Spaziergang sollte der Hund auf Zecken abgesucht werden
 
Tipp
TIPP
Aufgeräumt werden muss in diesem Zusammenhang mit dem Gerücht, das durch Verfütterung von Knoblauch und Zwiebeln an die Haustiere der Befall mit Parasiten eingeschränkt oder sogar verhindert werden kann. Mit Nachdruck kann vor den krankmachenden Folgen gewarnt werden.

Knoblauch und Zwiebeln sind äußerst unverträglich für Hunde und Katzen, da sie das für Haustiere giftige N-Propyldisulfid enthalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob Knoblauch oder Zwiebel gekocht oder roh verfüttert werden.