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Grün ist giftig

Vorsorge

So schön der Garten auch angelegt sein mag, so gefährlich können manche Pflanzen für Hunde und Katzen sein. Denn viele der beliebten Büsche und Blumen sind für Heimtiere giftig. Wildtiere meiden giftige Pflanzen instinktiv, domestizierten Tieren sind jedoch oft diese Warnmechanismen abhanden gekommen.

Text: Ingrid Edelbacher

„Bitte einen Ball statt dem Holunderstöckchen!“

Im Gegensatz zu älteren Tieren, die längst ihre Erfahrungen mit unverträglichen Pflanzen und Blüten gemacht haben, kann es für junge Hunde und Katzen, die gerne im Grünen herumtoben und alles erkunden, aber gefährlich sein. Es gibt Pflanzen, Blumen, Hecken und Bäume (siehe Kasten), die bei den Vierbeinern Übelkeit verursachen, aber es gibt auch einige wenige mit tödlicher Wirkung. Deshalb sollte auf derartige Gewächse verzichtet oder sie sollten so angepflanzt werden, dass die Tiere nicht damit in Berührung kommen. „Lebensbedrohliche Vergiftungen kommen äußerst selten vor“, schreiben Angela Nowak und Elfried Bukacek in ihrem Buch „Der hundegerechte Garten“ (Verlag Cadmos). „Trotzdem könnten Frauchen oder Herrchen beim Spielen mit dem Hund aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit zu giftigen Holunderholzstöckchen greifen.“

Viele Pflanzen im Garten enthalten Stoffe, von denen Hunde und Katzen nicht immer sofort nach dem Kauen eines einzigen Pflanzenblattes erkranken, sondern die Vergiftungserscheinungen erfolgen oft erst nach mehrmaligem „Genuss“ kleinerer Mengen des Pflanzengiftes.
Bedauerlicherweise ist es nicht immer möglich, alle Pflanzen in giftige oder ungiftige Exemplare einzuteilen. Ebenso hängt der Grad der Giftigkeit vom Standort der Pflanzen sowie von der Jahreszeit und dem Entwicklungsstadium ab.
 

Verschiedene Vergiftungsanzeichen


Haben Hund oder Katze ungenießbare und schädliche Pflanzenteile angeknabbert oder gefressen, sind die Symptome unterschiedlich. Oft leiden die Tiere unter Erbrechen und Durchfall. Es können aber auch die typischen Ver­giftungserscheinungen wie Kreislaufprobleme, Läh­mungen oder sogar Bewusstlosigkeit auftreten. Ob ein Tier nach dem Kauen giftiger Pflanzen in Gefahr ist, hängt natürlich von der Menge ab, die es gefressen hat. Handelt es sich um eine leichte Vergiftung, kurieren sich die Tiere selbst. Bei einem schweren Fall sollte jedoch unverzüglich der Tierarzt aufgesucht werden. Es ist dann für den Arzt sehr hilfreich, wenn die Pflanzenreste mitgebracht werden, damit er gegebenenfalls den Auslöser der Vergiftung feststellen kann.