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Hochsaison für Zecken

Check-up
Die Hochsaison für Zecken beginnt. Frühlingsgefühle treiben die Plagegeister aus ihren Winterquartieren, denn es gibt für sie nur eins im Leben: Für Nachwuchs zu sorgen, um die Art zu erhalten. Und dafür benötigen sie Blut. Blut von Mäusen,
Ratten, anderen Nagetieren sowie von Vögeln. Eigentlich wäre das bisschen Blut kein Problem, wären da nicht die Erreger wie FSME-Viren oder verschiedene Bak­terien, die sich die Zecken bei diesen Tieren einfangen und sie dann beim Stich auf Hunde, Katzen oder auch Menschen übertragen.


Text: Dr. Christine Kary

Mit den ersten milden Tagen werden die Zecken wieder besonders aktiv und lauern in Wiesen und im Wald, ja sogar im Garten, auf ihre Opfer. Durch den Biss einer infizierten Zecke können sich Hunde und Katzen genauso wie Menschen mit gefährlichen Krankheiten anstecken, wie die FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), die Lyme-Borreliose und die Babesiose (Hundemalaria).

Impfung gegen Borreliose


Je nach Region kann das Risiko beträchtlich sein. Nach Schätzungen kann zumindest ein Drittel der heimischen Zeckenpopulation Krankheiten übertragen, und selbst in Gegenden, die bisher als zeckenfrei galten, ist Vorsicht geboten. Durch die höhere Jahresduchschnittstemperatur breiten sich die Parasiten nämlich immer weiter aus. Gegen Borreliose können Haustiere geimpft werden, die Wirksamkeit der Impfung ist allerdings umstritten. Gegen FSME gibt es noch keinen Impfstoff für Tiere.

Umso wichtiger ist eine zuverlässige Vorbeugung! Bestens bewährt haben sich in den letzten Jahren für Hunde und Katzen zwei Produkt-Innovationen gegen Zecken, Flöhe und Milben.

Eines der wirksamsten Floh- und Zeckenmittel gibt es als Ampulle (ANICOSA Spot-On) zum Auftropfen auf die Haut, zum anderen den bioenergetisch informierten Halsbandanhänger BIO-Pend für Hunde und Katzen. Beide Anwendungen sind vollkommen naturbelassen und erleichtern die Vorsorge gegen Zecken durch ihre repellierende (abstoßende) Wirkung.

Einen hundertprozentigen Schutz bringt allerdings auch die beste Zeckenprophylaxe nicht. Deshalb sollten Hunde und Freigängerkatzen nach jedem Spaziergang sorgfältig abgesucht werden – mit etwas Glück erwischt man die Quälgeister, noch bevor sie sich in der Haut der Tiere festsetzen.

 
 

Hat die Zecke bereits zugebissen, entfernt man sie am besten mit einer Zeckenzange oder Pinzette. Man packt sie zwischen Haut und Zeckenkopf und zieht sie möglichst gerade heraus. Öl, Nagellack oder Ähnliches auf die Zecke zu träufeln, wurde früher oft empfohlen, ist aber kontraproduktiv: Es löst bei der Zecke eine „Panikreaktion“ aus, und das erhöht die Gefahr, dass Speichel und damit auch Krankheitserreger in die Wunde gelangen können.

Gefährlich wird es, wenn Hund oder Katze nach einem Zeckenbiss Beschwerden wie Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder gar Lähmungserscheinungen zeigen. Dann hilft nur noch eines: auf dem schnellsten Weg zum Tierarzt!