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Spuren im Schnee

Vier Spuren im Schnee
Winter, Schnee und Hund: Eigentlich ist das eine feine Kombination, liebt es doch fast jeder Vierbeiner, sich im Schnee zu wälzen, mit der Nase eine Furche zu ziehen oder auch „nur“ im Renntempo darin seine Runden zu absolvieren, dass es nur so staubt. Die weiße Pracht bietet genügend Möglichkeiten, die sich zu vergnüglichen Suchspielen ausbauen lassen.

Text: Dr. Christine Kary


Endlich können die Hunde nach Herzenslust ordentliche Löcher buddeln, ohne gleich unangenehm aufzufallen.
So kann man den Hund an einem ihm vertrauten Gegenstand – am besten seinem Lieblingsspielzeug – riechen lassen. Dann vergräbt man diesen, möglichst unbemerkt vom Hund, in einem kleinen Schneehaufen. Auf „Such“ oder „Such verloren“ soll der Hund sich dann – üblicherweise im Zickzack-Kurs – dem „verlorenen“ Gegenstand nähern und ihn ausbuddeln. Anfangs kann man ihm auf die Sprünge helfen, indem man an der betreffenden Stelle selbst ein wenig zu graben beginnt, aber schon bald wird das nicht mehr nötig sein. Nach erfolgreicher Suche wird er seine „Beute“ wahrscheinlich ein Weilchen stolz zwischen den Zähnen tragen wollen, was man ihm erlauben sollte. Auch ein Leckerli fördert die Motivation.

„Verlorenes“ suchen

Die Steigerungsstufe zum Buddelspiel: Man zeigt dem Hund sein Spielzeug nicht, sondern „verliert“ es beim Spaziergang – für den Hund unbemerkt – in einem Schneehaufen (in den man es aber anfangs nicht richtig eingräbt, sondern höchstens oberflächlich mit Schnee bedeckt).
 
 

Erst auf dem Rückweg schickt man den Vierbeiner auf die Suche. Oder wartet ab, ob der Hund das „verlorene“ Spielzeug von selbst bemerkt. Das wird vielleicht nicht auf Anhieb klappen, aber Übung macht den Meister.

Nach einiger Zeit kann man auch andere Gegenstände – etwa einen Handschuh oder den Schlüsselbund – „verlieren“. Lernt der Hund auch solche Dinge zu suchen, kann einem das gute Dienste leisten. Natürlich geht man bei solchen Übungen nach dem „Verlieren“ des Gegenstandes nicht mehr viel weiter, sondern behält die „Verluststelle“ gut im Auge, bis der Hund mit der Suche beginnen darf – denn sonst könnte aus dem Spiel leicht Ernst werden.

Spurensuche im Schnee

Zu diesem Spiel gehören drei: Fährtenleger, Hundeführer und Hund. Der Partner geht etwa 200 Meter voraus und versteckt sich, etwa hinter einem Busch, während man selbst den Hund ablenkt. Dann tut man ratlos: „Na, wo ist denn Herrchen/Frauchen?“ Die meisten Hunde werden von selbst Interesse an den Stapfen im Schnee zeigen, anderen muss man mit Handzeichen auf die Sprünge helfen. Hat der Hund die versteckte Person dann gefunden, hat er sich sein Leckerli redlich verdient.

Apportieren

Auch simple Wurfspiele bekommen in weichem, tiefem Schnee eine besondere Note: Das Hinterherrennen macht besonders viel Spaß, und wenn der geworfene Gegenstand in der weißen Pracht versunken ist, darf der Hund auch noch ein bisschen suchen und buddeln. Viel Spaß!
 
Ende