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Winterfreuden

Winterfreuden
Wunderschöne Wintertage – die Sonne scheint, die Bäume strahlen weiß vor dem azurblauen Himmel, die Waldwege sind tief verschneit, die Luft klirrt vor Kälte. Was kann es da Schöneres geben als einen Spaziergang oder eine Wanderung mit dem geliebten Vierbeiner. Sein freudiges Herumtoben und Spielen im Schnee steckt selbst Wintermuffel an und macht Lust aufs Leben.

Text: Bärbel Jost


Ein solcher Winterspaziergang mit Bello wirkt Wunder: man vergisst Zeit und Raum, kann die Seele baumeln lassen, sich einlassen auf die Lebensfreude des Hundes im Schnee. Die klirrende Kälte schmerzt auf den Wangen, aber gleichzeitig hat man ein tolles und gesundes Gefühl. Doch damit der Aufenthalt in der weißen Pracht für Mensch und Hund ein Vergnügen wird, sollte man einige wenige Tipps und Ratschläge beherzigen.

Grundsätzliches zuerst: Ein gesunder Hund kann die mitteleuropäischen Winter-Temperaturen problemlos vertragen und er bleibt auch in der kalten Jahreszeit fit, wenn er herumtollen und spielen darf. Das Hundefell passt sich wie im Sommer bei Hitze so auch im Winter den Wetterverhältnissen an, denn es besteht aus dem Deckhaar und der so genannten Unterwolle, die sich im Winter besonders dicht bildet und so selbst frostigen Temperaturen standhalten kann. Kurzhaarrassen besitzen zwar kaum Unterwolle, frieren aber trotzdem nicht, wenn sie sich ausreichend bewegen. Kalt wird Hunden erst, wenn sie über einen längeren Zeitraum reglos an einer Stelle verharren müssen und so auskühlen.

Nur der Teufel trägt Prada

Hunde benötigen im Winter generell keine zusätzliche Kleidung. Auch wenn die Outfi ts von Burberry, Gucci, Prada und Co noch so gut zu Frauchen passen, notwendig sind diese Mäntelchen wirklich nur bei kranken, geschwächten und sehr alten Tieren. Doch sollte man dann weniger auf die Marke als auf die Zweckmäßigkeit achten, denn manche Stoffe, z. B. Plastik, schaden dem Hund eher, als dass sie nutzen.
 
 

Raus aus den vier Wänden

Der Winter ist insbesondere für Stadthunde eine ziemlich triste Jahreszeit: Draußen ist es kalt, es wird früher dunkel und die Spaziergänge fallen eher kurz aus. Trotzdem ist es sinnvoll, dass der Hund gerade im Winter ausreichend Auslauf und Bewegung hat. Denn wenn die ersten Schneeflocken fallen, ist kaum ein Hund noch zu bremsen. Herumtoben im Schnee ohne Leine ist ein Muss für alle Vierbeiner – für Stadthunde wenigstens einmal am Tag im Hundeauslaufgebiet – am schönsten allerdings in der freien Natur im Winterwunderland.

Tierisch fit im Winter

Kondition
Für den Vierbeiner ist das Laufen auf verschneitem Untergrund anstrengender als auf trockenem Boden. Dementsprechend sollten die Spaziergänge und Wanderungen ausgerichtet sein, damit das Tier nicht überfordert wird. Zudem sollte man auch im Winter ausreichend Wasser und Leckerlis mitnehmen.

Wandern
Beim Wandern im verschneiten Winterwald gelten dieselben Regeln wie zu jeder anderen Jahreszeit. Auch wenn das Toben im Schnee ohne Leine am schönsten ist, sollten wir Menschen besonders in Tallagen darauf achten, dass sich dort besonders in der Nähe von Futterstellen das Wild aufhält. Den einen oder anderen bellenden „Rabauken“ sollte man dort besser an die Leine nehmen.

Wintersport
Vorab: Abfahrtsski und Snowboarden sind für Hunde tabu. Eine weitaus bessere Alternative bietet da der Langlauf. Diese Wintersportart ist durchaus für gemeinsame Unternehmungen geeignet. Wer das sportliche Wintervergnügen mit Hund so stressfrei wie möglich gestalten möchte, sollte auf eine eigens gespurte Hundeloipe gehen. Diese sind meist kurze, kreisförmig angelegte Loipen, auf denen sich der Hund frei bewegen kann.

Apres Schnee
Nach dem Wintervergnügen sollten die Pfoten gründlich abgeduscht werden, damit Schnee, Schmutz und Streusalz entfernt werden. Danach kräftig trocken rubbeln. ... Und morgen bauen wir einen Schneemann!
 
Ende