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Zeigt her eure Pfötchen

Zeigt her eure Pfötchen
So sehr unsere Hunde auch den Winter mögen, so gern sie im Schnee herumtollen und sich darin wälzen: Kälte, verharschter Schnee, Splitt und Streusalz tun ihren empfindlichen Pfoten gar nicht gut. Der Pflege der Hundepfoten muss deshalb in der kalten Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden,

Text: Dr. Christine Kary


Ob nach einem kurzen „Gassigehen“ in der Stadt oder nach einem längeren Ausflug auf Feld- und Waldwegen – es sollte ganz besonders in der kalten Jahreszeit zur Gewohnheit werden, sich die Pfoten des Vierbeiners genau anzusehen, besonders die empfindlichen Ballen. Selbst wenn der Hund nur im Garten herumtollt, kann danach eine Pfotenkontrolle nicht schaden. Denn an den Haaren zwischen den Ballen können Schnee oder gefrierender Matsch sehr schnell zu beinharten, schmerzenden Klumpen werden. Diese tauen zwar im warmen Wohnzimmer rasch wieder auf, können aber bei sehr empfindlichen Tieren wunde, aufgescheuerte Stellen hinterlassen.

Noch viel ärger ist es, wenn der Vierbeiner auf gestreuten Straßen und Wegen herumläuft. Der Streusplitt führt nämlich unweigerlich zu kleinen Rissen in den Ballen. Ist dann noch Salz oder ein anderes Auftaumittel dabei, so kann es in die winzigen Wunden gelangen. Abgesehen davon, dass das für den Vierbeiner schmerzhaft ist, kann es zur Folge haben, dass sich die Wunden entzünden. Zwar verheilen solche kleinen Kratzer im Normalfall relativ schnell. Aber spätestens am nächsten Tag muss der Vierbeiner ja wieder hinaus, und es kommen neue kleine Verletzungen dazu, bis der Hund irgendwann tatsächlich wunde Pfoten hat. Darüber hinaus kann das Salz an den Haaren zwischen den Ballen haften bleiben und dort für eine Dauerreizung sorgen, durch die letztlich sogar Ekzeme entstehen können.

Nach einem Spaziergang auf salznassen Wegen bleibt deshalb gar nichts anderes übrig, als die Hundepfoten gründlich zu reinigen, möglichst mit handwarmem Wasser. Wichtig: danach sofort gut abtrocknen, denn nicht nur das Streusalz, auch dauernde Nässe zwischen den Zehen kann Hautreizungen und Ekzeme verursachen.

Vorbeugung ist besser als Nachsorge

Um wunden Pfoten vorzubeugen, gibt es ebenfalls einige Möglichkeiten. Hat der Hund längere Haare zwischen den Ballen, sollten diese im Winter ganz kurz geschnitten werden. Das ist die sicherste Methode, um die Bildung von Schneeklumpen sowie Anhaftungen von Salz von vornherein zu verhindern. Auch das Eincremen der Ballen mit talg – oder fetthaltigen Cremes bewährt sich – besonders vor dem Winterspaziergang und dann nochmals nach der Pfotenreinigung. Die Creme bildet einen Schutzfilm, macht die Haut der Ballen geschmeidiger und sorgt dafür, dass winzige Verletzungen schneller abheilen.

 


Nach dem Spaziergang die Ballen mit handwarmem Wasser reinigen



Ein eigenes Kapitel sind Hundeschuhe. Sie schützen die Pfoten zwar auch, aber ob man seinem vierbeinigen Freund das wirklich antun sollte, muss jeder für sich entscheiden. Die beste Lösung ist, den Hund selbst darüber entscheiden zu lassen. Durch die Art, wie er damit läuft, zeigt er sehr deutlich, ob er damit zurechtkommt oder nicht.

 
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