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Rezepte aus der Hausapotheke Teil 2

Geheimrezepte aus Großmutters Hausapotheke
Die britische Hundeliebhaberin und Autorin Linda Adam hat ihr umfangreiches Wissen über alte und bewährte Hausmittel im Buch "Was Großmutter noch über Hunde wusste..." (Kynos-Verlag) veröffentlicht. Dabei sind auch wertvolle Empfehlungen, die dem Tierhalter und seinem Liebling das Leben leichter machen.

Text: Ingrid Edelbacher


Ekzeme

Wenn der Hund unter Ekzemen oder Juckreiz leidet, ist ein Bad mit Haferzusatz ein wirksames Mittel dagegen. Am besten in einen alten Nylonstrumpf etwa ein halbes Kilo Haferflocken einfüllen, den Strumpf fest verknoten und anschließend in einem Eimer mit lauwarmem Wasser einweichen. Den Hund mit dieser Lösung gründlich abwaschen. Dabei muss das Fell bis auf die Haut nass werden. Danach sollte das Tier an der Luft von alleine trocknen.

Insektenstiche

Sie können Hunden wirklich zusetzen. Rasche Erste Hilfe leistet ein Stück Seife. Dieses in kaltes Wasser tauchen und über den Stich reiben. Der Juckreiz hört sofort auf. Auch ein Tropfen Schnaps, auf den Stich gerieben, hilft. Ebenso wie eine halbe rohe Zwiebel: Mit der Schnittfläche über den Stich reiben.

Flöhe im Teppich

Um Flöhe oder Insekten aus dem Teppich zu vertreiben, reicht es, denselben mit herkömmlichen Haushaltssalz zu bestreuen. Etwa zehn Minuten einwirken lassen und danach alles aufsaugen. Die Salzmethode ist wesentlich unschädlicher als chemische Insektenmittel.

Öl oder Teer im Fell

Hunde können bei Strandspaziergängen oder in Garagen Öl ins Fell bekommen. Dagegen hilft ätherisches Eukalyptusöl, das in Apotheken und Drogerien erhältlich ist. Mit Hilfe eines Wattebausches lässt sich der Ölfleck einfach entfernen. Zur Not funktioniert das auch mit Butter oder Margarine.



 

Zuckerkrankheit (Diabetes Mellitus)

kann auch unsere Vierbeiner treffen. Diabetes ist eine Störung der Bauchspeicheldrüse, die zu wenig Insulin ausschüttet und deshalb den Zuckergehalt im Blut zu hoch werden lässt. Die Symptome dafür sind starker Harnabsatz und viel Durst des Tieres. Sollte der Verdacht auf Diabetes bestehen, sollten sich Hundebesitzer umgehend an den Tierarzt wenden, damit die Krankheit behandelt werden kann. Unterstützend kann man eingreifen, indem man dem Hund ganze Löwenzahnpflanzen füttert, weil diese beim Speichern des Insulins helfen.

Scharfe Kanten an der Autotür

Achten Sie auf etwaige scharfe Metallkanten im Inneren des Wagens oder an der Autotür - sie könnten dem Vierbeiner beim Ein- oder Aussteigen zum Verhängnis werden, indem er sich daran die Pfoten verletzt. Abhilfe bringt ein Stück Gummischlauch in passender Länge. Den Schlauch aufschlitzen und über die Kante schieben.

Bellen

Einen originellen Tipp bietet Linda Adam all jenen, die ihrem Hund das Bellen abgewöhnen möchten, wenn jemand an die Haustüre kommt. Dazu braucht man nur in eine leere Getränkedose ein paar Münzen einfüllen und die Öffnung mit einem Klebeband verschließen. Wenn jemand an die Tür klopft, sollten Sie die Dose kräftig schütteln und laut "Nein" sagen. Der Hund wird schon nach wenigen Versuchen verstehen, was gemeint ist. Das ruhige Verhalten des Hundes nach dem Dosenschütteln sollte mit einem Leckerbissen belohnt werden.



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