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Heilsames aus dem Kräutergarten Teil 3

Heilsames aus dem Kräutergarten


Sanfte Medizin tut auch Hunden und Katzen gut. Gegen viele Beschwerden und Erkrankungen ist ein passendes Kraut gewachsen. Wie Tierhalter altbewährte Heilmethoden richtig anwenden können, finden sie hier, im Kräuter-ABC.

Text: Ingrid Edelbacher

  
Kräutergarten
Folge 3


Brombeere gegen Durchfall

Die Brombeere wächst als Strauch und trägt bis in den August hinein weiße Blüten mit 5 Blütenblättern. Die Früchte können oft noch im Herbst geerntet werden. Für Heilzwecke werden die Blätter verwendet. Die Laubblätter sind eiförmig, am Rand doppelt gesägt und stachelig, ebenso der Stängel.

Es werden auch verschiedene Zuchtformen im Handel angeboten, manche haben keine Stacheln. Die Brombeere ist ungiftig. Man findet sie sehr häufig in Gebüschen und Wäldern. Sie mag nährstoffreichen, oft auch steinigen Boden.

Ihre Blätter enthalten Gerbstoffe und Pflanzensäuren. Wässrige Zubereitungen wirken antibakteriell und antiviral – unter anderem gegen Herpes- und Grippeviren sowie gegen Durchfall. Das Heilmittel kann innerlich bei Hunden und Katzen bei akuten Durchfallerkrankungen oder leichten Infekten angewendet werden. Dafür wird ein Aufguss oder eine Abkochung aus 6 g Blättern oder 15?g getrockneten Früchten mit 500 ml siedendem Wasser bereitet. Der abgekühlte Aufguss wird in mehreren Rationen ins Trinkwasser gemischt..


Salbei für guten Atem

Der echte Salbei ist ein 60 bis 80 Zentimeter hoher, ausdauernder, wintergrüner Halbstrauch, der bevorzugt an sonnigen Kalkhängen wächst. Der Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler, was an seinen blauvioletten, lippenförmigen Blüten zu erkennen ist. Er blüht von Juni bis Oktober, ist im Mittelmeerraum heimisch und wird in unseren Breiten kultiviert. Verwendet werden hauptsächlich die Salbeiblätter, die ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe enthalten. Wegen dieser Inhaltsstoffe wirkt Salbei antibakteriell. Die Blätter wirken keimtötend und heilend bei kleinen Wunden und Entzündungen im Rachenraum, da sie das Bakterienwachstum hemmen. Halsschmerzen und Husten können vertrieben und der Atem wieder frisch gemacht werden. Salbei hilft aber auch bei Verdauungsbeschwerden. Zur innerlichen Anwendung wird ein Aufguss (1 : 10) aus Salbeiblättern empfohlen. Äußerlich können Wunden mittels Kompressen behandelt werden, damit sie rascher heilen.


Rosmarin gegen Rheuma

Rosmarin ist ein immergrüner bis zu 2 Meter hoher Kleinstrauch mit aufrechten Zweigen. Die Blätter sind an der Oberseite leicht runzlig und weiß-filzig behaart. Die Pflanze ist im Mittelmeergebiet heimisch, wird aber auch bei uns angebaut. Rosmarin hat sehr starke und vielfältige Heilwirkungen. Deshalb sollte Rosmarin generell nur äußerlich angewendet werden. Zum Beispiel zur Einreibung oder als Badezusatz hilft Rosmarin bei Gelenkschmerzen und Neuralgien. Für Heilzwecke werden die getrockneten Blätter oder das aus der ganzen Pflanze gewonnene Rosmarinöl verwendet. Rosmarin lindert die Rheuma-Beschwerden von Haustieren und wird als unterstützende Therapie bei rheumatischen Erkrankungen der Muskeln und Gelenke eingesetzt. Zubereitungen aus Rosmarinblättern und Rosmarinöl werden äußerlich in Form von Hautölen, Salben, Aufgüssen und als Badebeimischung angewandt.

 


 
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